Die Ergotherapie ist in die Sprachheilschule integriert und wird vom Arzt individuell verordnet. Die Therapie unterstützt Kinder, welche in ihrem täglichen Handeln, in der Fein- oder Grobmotorik, im schulischen Lernen oder im Sozialverhalten auffallen.
Diese Schwierigkeiten zeigen sich als:
• Grobmotorische Auffälligkeiten, z.B. schwerfällige, unbeholfene, verlangsamte oder zu hastige Bewegungen, schlechte Kraftdosierung
• Ungeschickte feinmotorische Bewegungen, z.B. Schreiben, Werken, Mundmotorik, Sprechen oder Geschicklichkeitsspiele
• Wahrnehmungsstörungen, z.B. Ablenkbarkeit, Konzentrationsschwäche, Über- oder Unterempfindlichkeit auf Sinnesreize
• Verhaltensauffälligkeiten, z.B. wenn das Kind auf seine Mitmenschen mit übermässiger Angst, Abwehr, Aggression oder Passivität reagiert
• Dyspraxie, z.B. Probleme beim Planen und Überblicken von Handlungsabläufen. Ungeschicktes Handhaben von Werkzeugen. Ausschütten, Fallenlassen oder Zerstören von Gegenständen
Grundlage der Therapie ist eine ganzheitliche Sichtweise des Kindes. Nach differenzierter Befunderhebung sind Verrichtung des täglichen Lebens, Bewegung, Spiel und handwerkliches Tun Inhalte und Mittel der Therapie. Jede Art von Aktivität wird auf ihre Anforderungen hin analysiert und den spezifischen Bedürfnissen des Kindes angepasst. Das Auswählen und Anpassen geeigneter Tätigkeiten basiert auf dem Hintergrund medizinischer, bewegungstherapeutischer, psychologischer und pädagogischer Kenntnisse.
Die Ergotherapie richtet sich immer nach dem Entwicklungsstand des Kindes. Ihr Ziel ist es, eine grösstmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erlangen.